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demnächst
Wenn Erde und Klima hinüber sind, dann wars das für uns alle. Wie bekannt. Deshalb sind alle heftigst dafür, Ressourcen und Umwelt zu schonen - aber natürlich auch die Nerven.
Auch wir sehn das so...
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Zwischenspiel: Von einem der letzten Auftritte der Gruppe - in Eisenach - erreichte uns noch eine Zeitungs-Rezension:
...noch ein letztes Mal... den Scherzen des renommierten Berliner Puppenspielers und der beiden Klezmer Musiker hingeben... rabenschwarze Inszenierung... fantasievolle Fingerspielereien... Waschinsky und seine beiden Mitspieler rattern ihre lyrischen und gelegentlich an Ringelnatz erinnernden und schwer vorzutragenden Ergüsse in einem derartigen Tempo und mit dermaßen krummen Takt herunter, daß selbst des Publikum beim Zuhören ins Stocken gerät... Waschinsky ist ein begnadetes Multitalent... seine Finger philosophieren als langnasige Gesichter über die "Internet-Liebe"... A-capella-Sprechgesang mit einer gekonnten Stepdance-Einlage kombiniert... Die Inszenierung ist zwar urkomisch und gespickt mit intellektuellem Humor, dennoch nicht ohne experimentellen Charakter - und ganz sicher alles andere als ein Kasperletheater für Kinder... zwei Zugaben, in denen sich Waschinsky nochmals als traditioneller Puppenspieler beziehungsweise mit einem irrwitzig-lehrreichen Fingerspiel über die Farben der Verkehrsampel produziert...
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Auch wir sehn das so...
und setzten eine letzte Vorstellung "CABARET ZUM STRUWWELMAX" an. Eine einzige, trotz relativ aufwändiger Proben und Vorbereitungen. Muß man immer alles so überreichlich über der mitteleuropäischen Menschheit ausschütten? (in Afrika soll das etwas anders sein) Und dachten, die Leute werden schon begreifen, was das ist. Nicht irgendne letzte Vorstellung, sondern... na wir haben die Meriten der 4 hier verarbeiteten Stücke ja ausführlich und in mehreren mails...
Also nochmal gaaanz kurz für alle, die keine gekriegt haben: Ausgehend vom STRUWWELPETER des Hamburger Schauspielhauses (mit u.a. Waschinsky), erfolgreichstes deutsches Stück mit Puppen seit... äh, dieses Jahrtausends, entstanden 3 weitere Stücke in ähnlicher Richtung, alle überdurchschnittlich oder in Superlativen bewertet. Von Presse wie Publikum. Und von all dem nun die Zusammenfassung, die Highlights (ohne englisch versteht ja mancher nichts mehr). Jedenfalls, um zu übersehen, daß das ein nun wirklich nicht zu verpassender Höhepunkt des Puppentheaterschaffens dieses Jahrtausend war, mußte man schon ziemlich...
na was...?
Sagen wirs nett:
Muß man schon sehr von der wohl verbreitetsten Volkskrankheit (nach der Depression) vereinnahmt sein: Dem Ich-bin-ja-sooo-interessiert-muß-aber-derzeit-täglich-24-Stunden-lang-Geschenke-einkaufen-Wahn.
Oder aber vom nicht minder verbreiteten Aberglauben: Die-werden-schon-nochmal-spielen.
Nee, die werden nicht!!! Und das wurde vorher deutlich gesagt bzw. geschrieben.
Aber manche habens auch verstanden und die Bude - was heißt Bude, das charmant geführte, gut gelegene Puppentheater Grashüpfer erwies sich als idealer Ort, klein, aber ein richtiges Theater - also es war gut besucht. Und die Truppe bestens drauf. Kurzum, wer da war, hatte einen tollen letzten Abend mit diesem Puppen-Musik-Theater, so nicht so bald wieder zu realisieren. Unsre Kulturpolitik hat schon Genres wie Gruppen-Pantomime und Ensemble-Puppenspiel klein gekriegt, da werden sie doch auch sowas zu verhindern wissen, wenns einmal weg ist.
Kurz: Wer es nicht gesehen hat, wer aus Friedrichshagen schmollte, weil wirs nicht im schönen aber zu winzigen Pavillon am See spielen konnten, sondern die Reise nach Treptow zugemutet haben, der hat eben Pech gehabt. In diesem Fall: For ever!
Es gibt eben nicht alles überall und immer und auch noch ein zweites und drittes Mal.
In etwas ernsterem Ton sei hinzugefügt: Und wenns demnächst irgendwo um Waschinskys Puppenspeil in den letzten Jahren, oder überhaupt um wichtiges Puppenspiel in und um Berlin geht, dann sollen die, die weder jetzt noch früher was von Struwwel und Max und Moritz gesehen haben, einfach die Klappe halten.
Die die da waren, zogen großenteils beglückt von dannen - nachdem sie uns mit Beifall und Komplimenten überschüttet hatten.


