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Friedrichshagen bei Berlin beherbergte einst eine bekannte Dichterkolonie (Wilhelm Bölsche, Bruno Wille, die Gebr. Hart u.a.). Heute gibts hier viele Künstler, das Festival "Dichter dran", ein Programm-Kino, ein kleines Dichterkreis- sowie das Wasserwerk-Museum und : Das Bölschefest auf der Haupt- nämlich der Bölschestraße
Ramsch – ein ganzer Kilometer,
wo durch nichts das Edelnest
sonst die Ruh sich stören läßt:
Einmal jährlich nur Gezeter.
Bölschefest.
Ramsch – ein ganzer Kilometer,
wo durch nichts das Edelnest
sonst die Ruh sich stören läßt:
Einmal jährlich nur Gezeter.
Bölschefest.
Masse strömend, glotzend, willig.
Es vereint sich Ost und West.
Billig, billig, billig, billig
die Musik so wie der Rest,
Bölschefest.
Heute kümmert nicht die Bohne
dieses Dorf sein Ruf, es läßt
leben sich auch gänzlich ohne!
- scheints zu sagen fast zum Hohne -
Bölschefest.
Friedrichshag’ner flüchtend ziehn
wie vor Cholera und Pest
nach Paris und Budapest
und sogar nach Großberlin
vorm Bölschefest.
Bratwurst und Parteien werben.
Nächtlich Asphalt: Dreck und Reste.
Jugend, Feuerwerk und Scherben.
Nächst’ Jahr alle wieder Gäste
zum Bölschefeste.


