Blumen und Tomaten

Blumen und Tomaten

SPIELPLAN 2022 Deutsches National-Theater Fritzenhagen

Breestpromenade 4, Berlin-Friedrichshagen, Reservierung Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

 

SPIELPLAN Sommersaison 2022 

 

 

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Sa. 14. Mai 19 Uhr 

Veronika Otto & Peter Waschinsky 

SIEGFRIED & PFERDEKOPFGEIGE

Letzter unabhängiger Ost-Film vor Mauerfall, 1989 in F.hagen gedreht, mit Livemusik
&
ein besonderes Konzert mit komisch-poetischen altitalienischen Liedern, auf abgelegenen Dörfern von Veronika Otto gesammelt. Im Zusammenklang von Akkordeon, Cello, der mongolischen Pferdekopfgeige und Obertongesang, alles getragen von Humor, wird der Garten zur asiatisch-germanischen Toscana. 

SIEGFRIED ist der einzige Monumentalfilm aus Fritzenhagen, mit Wasserwerk, Kirche und Bahnhof als sagenhafter Ritterburg und vielem anderen. Er variiert die alten Legenden vom Drachenkiller, aber auch den zugegeben etwas berühmteren Nibelungen-Film von Fritz Lang aus  den 20ern, ist mal poetisch und mal freundlich selbstironisch.

Waschinsky zur Vorgeschichte des Films: Es gab um 1980 ein Mimodram am Deutschen Theater, dessen Script mich faszinierte, dem aber die germanischen Elemente kastriert werden mussten - zu deutsch.
Später von mir als DEFA-Film geplant, machte ich zunächst einige halblegale Aufführungen in einer Dorfkirche, bis ich im Sommer 1989 nach Zwist mit der DEFA wegen meiner Brechtverfilmung "Rechtsfindung" (1985) den Film "Siegfried" als Freie Produktion realisiert habe. Was das unter DDR-Bedingungen hieß, ohne digitale Technik auf 16-mm-Film, kann man sich heute wie so vieles nicht vorstellen. Aber als würde die halbtote DDR nochmal kurz aufblühen - klappte alles, Beschaffung von Rohfilm und Kamera, sogar ein heimlicher Dreh in der illegal abgesperrten Bahnhofshalle. Wir fielen zwar auf, aber einerseits glaubte niemand, daß man derart offen ohne Erlaubnis in Ostberlin drehen konnte, andererseits ließ sich durch unsere Frechheit sogar die Volkspolizei beruhigen, von Friedrichshagenern gerufen - übrigens der einzige Beitrag hiesiger Bürger zu unserem Film.   
Aber Zeitbezüge deuten sich nur an. Kleinliche DDR-Reflektion, gar eingeschränkte Kritik interessierten mich nicht mehr. Ich wollte mit einfachsten Mitteln eine große Geschichte erzählen. Die man aber aus heutiger Sicht vielleicht doch auf das dann Kommende beziehen kann: Der Held löst eine Revolte aus - und hilft später, sie abzuwürgen.   
Meine DEFA-Filme fürs Kino hatte ich oft in Live-Programme integriert und die Musiker auf die Bühne geholt. SIEGFRIED drehte ich nun bewusst ohne Ton für die Begleitung durch Livemusik - ich wollte eben gerade KEIN "normales" Kino.
Gewissermassen nahm dieser Film vorweg, was "Haialarm" später machte: Einen Film vor allem dort zu zeigen, wo er gedreht wurde. Anders als im "Haialarm" arbeiteten alle Komparsen umsonst - wie alle anderen auch: Jazzsängerin Pascal von Wroblewsky, der spätere Film- und Serienstar Uwe Karpa ("Alphateam"), Schauspieler Jürgen Bierfreund, Musiker der heutigen Mittelalter-Kultband Corvus Corax. Und Kameramann Frank Löhmer.
Viele Szenen wurden übrigens in genau dem Garten gedreht, wo der Film jetzt gezeigt wird... Übrigens zum wohl letzten Mal in F.hagen. Mit ca 1 % der hiesigen Bevölkerung haben ihn jetzt hier alle Interessierten gesehen.          
 
 

Sa. 4. Juni 16 Uhr

Wiederholung

SUZANNA

Sie singt mit tiefer, warmer Stimme, russischem Flair sowie ihrem Partner

MARK DE FOCKERT

(als Niederländer relativ unverdächtig)

LAUTER LIEBESLIEDER 

 

Sa. 25. Juni 16 Uhr Karsten Troyke & Vera Pachale Jüdische Puppenfarce & Lieder

UND (Termine noch offen)

Noch einmal AUFWIND - die Klezmergang

Premiere

JESUSPINOCCHIO oder Waschinsky bei den Muppets

 

F-hagen-Premiere

DER ENGEL VON BREMEN

von Carl Ceiss mit Nadja Saleh

über die 1831 bei der letzten öfftl. Hinrichtung exekutierte Serienmörderin Gesche Gottfried, die zuvor Bedürftige aufopferungsvoll pflegte

ZWANZIGER, ZWANZIGER

fRIEDRICH hOLLAENDER (2021 wäre er 125 geworden) und die zwanziger Jahre des 19., 20. und 21. Jahrhunderts. Er, der doppelt begabte als Chansondichter und -Komponist, schrieb die wichtigsten "Marlene-Lieder". Aber wir singen, spielen und verarbeiten lieber seine Cabaret-Chansons: Mario Ecard, der Max Rabe des Ostens und Peter Waschinsky, vielseitiger Puppenspieler, von dem es zuvor einen kleinen Film mit musikalischem Puppenspiel gibt.